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Ingenieurwesen

MCi

Eine geplante und durchdachte IP-Strategie ist wertvoll für ein Unternehmen. Ein Beispiel einer solchen Strategie ist Mirror Controls International (MCi), Hersteller von Spiegeleinstellmechanismen für Seitenspiegel von Kraftfahrzeugen. Der Wert seiner Schutzrechte spielte bei der Übernahme des Unternehmens durch die amerikanische Muttergesellschaft Flextronics 2015 eine bedeutende Rolle: Er hatte sich bei der Übernahme innerhalb von fünf Jahren vervierfacht.

Von Audi bis Pagani Zonda

MCI MCi begann 1935 als Industrie Koot Utrecht (IKU) und spezialisierte sich in den 1970er Jahren auf die Herstellung von Aktoren für Seitenspiegel. Anton Koot war der erste Erfinder eines Spiegelaktors und lieferte diese ab 1967 an BMW. entwirft und entwickelt Aktoren für Seitenspiegel – elektromechanische Teile, durch die sich der Stand des Spiegelglases einstellen und der Spiegel einklappen lässt. MCi ist weltweit mit der Herstellung von jährlich über 80 Millionen Spiegelaktoren und einem Marktanteil von 35% Marktführer in diesem Bereich. MCi liefert hauptsächlich an Seitenspiegelhersteller, die Spiegel für Automarken wie z.B. Audi und Pagani Zonda herstellen. Bei der Produktentwicklung arbeitet das Unternehmen oft direkt mit Entwicklungsabteilungen führender Autohersteller zusammen.

‘Wir bringen nichts auf den Markt, das nicht das Potential hat, patentiert zu werden.’

Stefan Brouwer – MCi

Innovation in der DNA

Innovation steckt in der DNA des Unternehmens. Der Schutz des geistigen Eigentums mittels Patente ist im Entwicklungsprozess von MCi integriert. Stefan Brouwer, Senior Research Engineer bei MCi: „Wir bringen nichts auf den Markt, das nicht das Potential hat, patentiert zu werden. Mit einem Patent wollen wir Nachahmung unserer Produkte verhindern und so unsere Marktposition und unseren Umsatz bestmöglich sichern.“

Nahtlose Zusammenarbeit

Die Patente der mechanischen und elektronischen Produkte von MCi bestehen aus 80 „Patentfamilien“. „Schon seit 1963 arbeiten wir mit V.O. zusammen. Sie kennen uns wie ihre Westentasche“, sagt Brouwer. „Wir arbeiten Hand in Hand. MCi kümmert sich selbst sehr aktiv um seine Patente.“, bestätigt Bernard Ledeboer, Patentanwalt bei V.O.  

Starke IP-Strategie

Insbesondere auf dem wettbewerbsorientierten Markt, in dem MCi aktiv ist, kann eine starke IP-Strategie den Unterschied ausmachen. „Wir schützen selbstverständlich unsere neuen Produkte. Doch auch bei der Verbesserung eines bereits existierenden Produktes behalten wir potentielle Weiterentwicklungen durch die Konkurrenz im Blick. Wir versuchen dann, diese Verbesserungen mit einem eigenen Patent zu blockieren“, erklärt Brouwer.

Gerichtsverhandlung zu Patentverletzung

MCi hat seine IP-Strategie und sein Patentportfolio gut aufgestellt. Es war eines der ersten niederländischen Unternehmen, das ein Patent in China erhielt. 2014 bemerkte MCi eine Verletzung eines seiner Patente durch einen chinesischen Konkurrenten. Daraufhin zog MCi vor das chinesische Patentgericht. „Für uns lohnt sich das. Der Gewinn, den uns diese Klage bringt, ist wesentlich größer, als die Kosten der Gerichtsverhandlung selbst. Zusätzlich hemmen wir das Wachstum unserer Konkurrenz“, erklärt Brouwer. V.O. übernahm in diesem juristischen Prozess die führende Rolle. Ledeboer sagt dazu: „Wir haben zusammen viel dabei gelernt. Obwohl das Rechtssystem in China anders funktioniert als in den Niederlanden, haben wir gewonnen.“

Blick in die Zukunft

Autohersteller nutzen immer häufiger Kameras, die sowohl nach vorn als auch nach hinten ausgerichtet sind. MCi wappnet sich für die Zukunft. „Wir reagieren im Voraus auf neue Marktwünsche, indem wir vorausschauend unsere IP-Strategie danach ausrichten“, erklärt Brouwer. „Ein aktiver und flexibler Umgang mit dem Schutz geistigen Eigentums für neue Anwendungen zahlt sich in der Zukunft aus“, spricht auch Ledeboer aus Erfahrung.

Weitere Informationen

Bernard Ledeboer

Bernard Ledeboer

  • Europäischer und Niederländischer Patentanwalt
  • Partner
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