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Patentanwälte interessieren sich sowohl für Technik, als auch für das Recht

Patent attorneys appreciate both technology and the law2

Beide wurden kürzlich Partner bei V.O.: Bettina Hermann in Deutschland und Marco Box in Belgien. Ein Doppelinterview über Antrieb, Ambitionen und Neugierde. „Gewerbliche Schutzrechte verleihen ein Monopol und bieten Investoren gegenüber Sicherheit.

Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen?
Bettina: “Das Forscherleben im Labor gefiel mir sehr gut, doch auch die Arbeit mit Patenten begann mich zu faszinieren, die ein breites Spektrum neuester Techniken in Kombination mit rechtlichen Fragen bietet. Solche Fragen sind beispielsweise auf die Darlegung von Neuheit und erfinderischer Tätigkeit gerichtet oder die Analyse möglicher Verletzung von Patenten.

Marco: “Ich arbeitete einige Jahre in der Technikbranche, unter anderem als Projektleiter. In der Zeit studierte ich in abends Rechtswissenschaft. Herrlich fand ich das. Es war dennoch nicht klar, was ich damit machen wollte, bis ich einmal mit einem Patentanwalt zu tun hatte. Was dieser Anwalt tat, das wollte ich auch tun.“

Aus welchen Grund entschieden Sie sich damals für V.O.?
Marco: “V.O. interessierte sich für mich und der ausgezeichnete Ruf des Unternehmens hat mich sehr angesprochen. Zu Beginn weiß man noch so gut wie nichts, als auszubildender Patentanwalt habe ich in drei Jahren unter Leitung eines erfahrenen Patentanwalts die Tätigkeiten des Patentanwalts gelernt. Erfreulicherweise gab es eine steile Lernkurve zu verzeichnen und schon bald sprach ich mit Erfindern über ihre Anmeldemöglichkeiten und -strategien.“

Bettina: „Ich war für die Kanzlei Frohwitter, eine bekannte deutsche IP-Boutique, und später für Jones Day München, eine amerikanische Kanzlei mit weltweit etwa 3000 Anwälten tätig. V.O. war ein spannender nächster Schritt. Die Kanzlei betreut eine Vielzahl nationaler, aber auch internationaler Mandanten und ich bekam die Chance, die Niederlassung in Deutschland weiter auf- und auszubauen.“

Was macht jemanden zu einer guten Patentanwältin bzw. einem guten Patentanwalt?
Marco: „Ihm oder ihr muss bewusst sein, dass Erfinder sich häufig bereits seit mehreren Jahren mit ihrem Projekt beschäftigen. Wenn sie dann über die Möglichkeiten für eine Patentierung sprechen wollen, erwarten sie, dass ihre Geschichte rasch verstanden wird. Dabei muss ich kontinuierlich übersetzen: Wie sieht es juristisch gesehen aus? Was meint der Erfinder mit dem Patent zu erreichen?

Was unterscheidet V.O. von anderen Kanzleien?
Bettina: „V.O. ist eine große europäische Kanzlei mit hohem Qualitätsanspruch, wie extern und intern immer wieder bestätigt wird. Und gleichgültig um welche technischen bzw. rechtlichen Fragen es geht, es findet sich immer ein Kollege zum fundierten Austausch. So können wir jedem Erfinder, Anmelder bzw. Patentinhaber behilflich sein und das verleiht V.O. ein breites, solides Beratungsspektrum.

Was macht die Arbeit bedeutsam?
Marco: „Für viele Unternehmen ist der gewerbliche Rechtsschutz ein wichtiges Werkzeug um den Wert ihrer Firma zu steigern. Normalerweise sind Monopole unerwünscht, doch für den gewerblichen Rechtsschutz macht unser Rechtssystem eine Ausnahme. Es ist der „Beweis“ dafür, dass die Erfindung einzigartig und patentierbar ist.“

Wie kann Erfolg gemessen werden?
Bettina: „Ich bin erfolgreich, wenn mein Mandant mit meiner Arbeit zufrieden und erfolgreich ist. Ein Patent anzumelden ist keine Kunst, das bieten viele Unternehmen, aber Erfolg misst sich an einem Patent, das bestandskräftig und gewinnbringend ist.“

Wie sehen Sie die Zukunft der Branche?
Marco: „Es passiert gerade sehr viel. Die Einrichtung des Einheitlichen Patentgerichtes und die Folgen des Brexits: niemand weiß, wie das genau weitergeht. Interessant ist, dass wir in Belgien im Moment auf die Gründungswelle von Hightech-Start-ups reagieren, indem wir ihnen individuell zugeschnittene IP-Leistungen gegen einen zeitlich festgesetzten, niedrigen Tarif bieten. Zu Beginn haben Start-ups nur ein kleines Budget zur Verfügung, gerade für den gewerblichen Rechtsschutz.“

Bettina: „Ich habe Vertrauen in die Zukunft des gewerblichen Rechtsschutzes, der m.E. bedeutsam bleiben wird, ungeachtet dessen, was mit dem Einheitspatent und dem Einheitlichen Patentgericht passieren wird. Allgemein zeigt sich, dass die Mandanten anspruchsvoller und kostenbewusster werden. In Europa und insbesondere in Deutschland sehe ich nach wie vor viel Raum für Wachstum für unsere Kanzlei.“

Bettina Hermann
Bettina Hermann studierte Biologie an der Technischen Universität München (TUM) mit den Schwerpunkten Mikrobiologie, Genetik, Biochemie und klinische Chemie, und promovierte an der TUM in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Sie begann 2001 ihre Laufbahn im IP-Bereich und wechselte 2008zu V.O. Bettina Hermann hat langjährige Erfahrung in der Beratung von kleinen bis großen Biotechunternehmen und leitet die Niederlassungen in München und Regensburg.

Marco Box
Marco Box studierte Naturwissenschaften an der Technischen Universität Eindhoven. Er begann 2003 seine Laufbahn als Patentanwalt, nachdem er als Ingenieur in der Technik tätig war. Marco Box ist ein erfahrener Patentanwalt in den Bereichen Optik, Software, allgemeine Mechanik und feinmechanische Konstruktionen. Marco leitet die V.O-Niederlassung in Löwen.

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