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V.O. interne Ausbildung ermöglicht schnelle Talententwicklung

IP Academy

Ein Trainee kann bei V.O. zum Patentanwalt ausgebildet werden. Nach einem strengen Auswahlverfahren folgen die neuen Auszubildenden einer offiziellen Ausbildung beim niederländischen Verband der Patentanwälte (Orde van Octroogemachtigden). Zudem durchlaufen die Trainees bei V.O. einen internen Ausbildungsgang, so dass sie für die Arbeit mit Mandanten über Praxiswissen verfügen. „Talente saugen das Wissen auf wie ein trockener Schwamm.“

Ein guter Patentanwalt kommt einer eierlegenden Wollmilchsau gleich: technisch bewandert, juristisch versiert, sprachbewusst und kommunikativ. V.O. widmet sich stetig der Ausbildung neuer Patentanwälte. Das geschah vormals Kanzlei intern mit einem Patentanwalt, der als Mentor fungierte. Das funktionierte ausgezeichnet, doch es blieben auch Chancen ungenutzt. Durch die derzeitige Einstellung vieler neuer zukünftiger Kollegen wird ein sehr effizientes Einarbeitungsprogramm erforderlich und geschaffen, was auch auf dem angespannten Arbeitsmarkt nicht unbemerkt bleibt. Coach Jeroen van der Kolk wurde engagiert, um zusammen mit der Personalabteilung eine eigene Ausbildungsklasse einzurichten: „Alle Trainees haben technische Ausbildungen absolviert, bei denen Erlernen guter kommunikativer Fähigkeiten wenig Beachtung geschenkt wurde. Wie stellt man eine offene Frage? Wie gibt man gutes Feedback?“ V.O. setzte zusammen mit Jeroen van der Kolk einen Ausbildungsgang auf: eine Ausbildung von elf Tagen, bei der drei Auszubildende alles über den vielumfassenden Beruf des Patentanwalts lernen. Erfahrende Patentanwälte erläutern, wie man eine Patentanmeldung ausarbeitet, Verwaltungsmitarbeiter verschaffen ihnen einen Einblick in die administrativen Vorgänge und Van der Kolk arbeitet mit ihnen an ihren zwischenmenschlichen Kompetenzen, den sogenannten soft skills, wie Beratungskompetenz und Zeitmanagement. „Die Trainees wurden bei der Anwerbung bereits bewusst anhand ihrer Entwicklungsmöglichkeiten ausgewählt – besonders, wenn es um diese soft skills geht.“

Unbekannter Beruf
Man möchte schon alles machen, kann aber noch nicht starten – das war ein vielgehörtes Problem auszubildender Patentanwälte. Während die Kanzlei vor Aktivität sprudelt, müssen sie noch alles lernen. Die interne Ausbildung ist auf eine schnellere Produktivität der jungen Talente ausgerichtet – dazu gehört ein baldiger Kontakt mit Mandanten, so dass das Unternehmen dadurch kosteneffektiver agiert. Genau so bedeutsam ist das befriedigende Gefühl für die Trainees, rasch wirklich einen Beitrag leisten zu können. Maarten Reuver ist einer der Trainees des Ausbildungsgangs.

Maarten Reuver

Maarten Reuver

Er studierte Geophysik und die Wirtschaftswelt begegnete ihm über seine Abschlussarbeit bei TNO, der niederländischen Organisation für angewandte naturwissenschaftliche Forschung. Als ein Arbeitsvermittler ihn auf V.O. hinwies, erfuhr er erstmalig von einem solchen Unternehmen: „Mir war der Beruf des Patentanwalts unbekannt, doch nach einem Gespräch bei V.O. wusste ich, dass es etwas für mich ist. Man beschäftigt sich mit dem neuesten Stand der Technik, kein Tag ist gleich und man arbeitet mit unterschiedlichsten Mandanten.“ Vor einem halben Jahr begann er bei V.O. mit der internen Ausbildung.

Forschungsbericht
Nicht nur die kommunikativen Fähigkeiten sind Schwerpunkt der Ausbildung, ein anderer Schwerpunkt liegt beispielsweise in der Analyse und Beratung anhand eines Forschungsberichts. Reuver sagt dazu: „Nachdem die Patentanmeldung eingereicht ist, erhebt das Europäische Patentamt Einwänden, die auf Plausibilität zu prüfen sind. Die Patentanmeldung ist dann entsprechend zu verteidigen. In unserer internen Ausbildung ist genügend Zeit, um ohne die hohe Arbeitslast des Alltags tief auf solche Themen einzugehen – was sehr lehrreich ist. Ich denke, dass uns dieser Ausbildungsgang einen schnellen Start im Unternehmen ermöglicht und wir rascher für die richtige Arbeit bereit sind.“ Schon jetzt genießt er die Mandantenbesuche, die er gemeinsam mit einem Patentanwalt abstattet: „Es wird eine Vertrauensbeziehung aufgebaut, bei der Mandanten wichtige Informationen über ihre Erfindungen teilen. Die Gespräche zeigen die Leidenschaft der Erfinder.“

Sichere Umgebung
„Besonders reizvoll finde ich“, erzählt Van der Kolk, „dass V.O. ein Unternehmen mit langer Geschichte ist und die Mitarbeiter das was sie tun, sehr gut tun. Zudem hat V.O. nun die Ausbildung von Trainees gründlich unter die Lupe genommen. Zwar ist das Verständnis von Erfindungen und der Technik von großer Bedeutung, doch ist der Kanzlei bewusst, dass Kommunikations- und Beratungskompetenzen komplementär zu Fachwissen für einen erfolgreichen Patentanwalt ganz bedeutend sind. Ohne Förderung dieser Fähigkeiten würden sich die Trainees wesentlich langsamer entwickeln. Nun wissen die Neueinsteiger besser, was von ihnen erwartet wird. Es ist wirklich großartig zu sehen, wie sie das ganze Wissen und die Erkenntnisse aufnehmen und es in ihrer täglichen Arbeit einsetzen.“

Der Ausbildungsgang von V.O.
Die vier Auszubildenden treffen sich innerhalb eines Halbjahres an elf Fortbildungstagen für die interne Ausbildung. Am Morgen steht das Wissen rund um das Patentwesen im Mittelpunkt (angefangen wird mit dem Lesen einer Patentanmeldung), danach befassen sie sich mit Verwaltungstätigkeiten (wie wird man zu einem guten Patentanwalt?) und schließlich werden am Nachmittag die soft skills, wie die Beratungskompetenz gefördert.

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