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Kolumne - Die unternehmensfreudige Universität

Wir gehen hier anders vor als das bei vielen anderen Universitäten der Fall ist, bei denen die TTOs (technology transfer office – Technologietransfer) häufig direkt unter der Flagge der Universität segeln. Utrecht Holdings ist finanziell selbstständig, wobei die Universität und das Universitätsklinikum von Utrecht die Aktien zu 100% halten. Das funktioniert gut und bietet unternehmerische Freiheit. Die nutzen wir, indem wir in Ausgründungen investieren und eigene Schutzrechte und Know-How lizenzieren. Unser Gewinn fließt größtenteils zurück in die wissenschaftliche Forschung.

Wir verfügen über ein Team von Unternehmensstrategen, das als Vermittler zwischen der Wissenschaft und dem Geschäftsleben fungiert. Der einfachste Weg ist der der Lizenzen. Doch häufig handelt es sich um Innovationen, die für den Markt noch nicht reif sind, weil es z.B. noch kein Proof of Concept gibt. In solchen Situationen weisen wir für die Gründung eines Unternehmens die finanziellen Möglichkeiten auf. Ein solches Unternehmen kann in manchen Fällen zu einem späteren Zeitpunkt wieder von einer Körperschaft übernommen werden.

In den vergangenen 15 Jahren haben wir viel dazu gelernt. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis ist, dass wenige Wissenschaftler auch richtige Unternehmer sind. Aus dem Grund beziehen wir in einem frühen Stadium externe Unternehmer mit ein, die Kompetenzen und Erfahrung mitbringen, über die viele Wissenschaftler schlichtweg nicht verfügen. Und ganz ehrlich: Nur ein kleiner Teil der Forscher hat sowohl das Interesse, als auch die Eignung für die Gründung eines Unternehmens. Es handelt sich lediglich um ein paar Unternehmen jährlich.

Bei Utrecht Holdings gibt es m.E. zwei Sachen zu beachten: Wir suchen mehr Fläche für unsere Unternehmen, denn die Räumlichkeiten werden für sie zu klein. Doch besonders sorge ich mich um das Thema geistiges Eigentum. Wir kooperieren vermehrt mit anderen Institutionen und Fonds wollen immer häufiger Mitinhaber von Schutzrechten werden. Das erschwert die Bestimmung, wem die Rechte gehören und wie man Wissen am besten zur Verfügung stellt. Das hemmt Innovation und ich bin der aufrichtigen Hoffnung, dass sich die Situation in naher Zukunft verbessert.

Oscar Schoots
Geschäftsführer Utrecht Holdings
und Stichting Incubator

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