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Smart Watches und Activity Tracker

Apple Watch, Fitbit Charge, Samsung Galaxy Watch, Garmin Vivosmart – dies sind nur einige Beispiele für die zahllosen Smart Watches und Activity Tracker, die uns dabei helfen sollen, gesünder zu leben. Mit ihren eingebauten Sensoren messen und analysieren sie den Herzschlag, den Kalorienverbrauch und den Schlafrhythmus.


Vom Schrittzähler zur Smart Watch

Der Schrittzähler wurde 1965 als Hilfsmittel für einen gesunden Lebensstil entwickelt. Die japanische Firma Yamasa brachte damals den ersten tragbaren Schrittzähler, den Manpo-Kei, wörtlich übersetzt „10.000-Schritte-Zähler“, auf den Markt. Das erste drahtlose Herzschlagmessgerät wurde Ende der 1970er Jahre von der finnischen Firma Polar Electro erfunden und Anfang der 1980er Jahre auf den Markt gebracht. Erst in den letzten Jahren wurden verschiedene Sensoren zu einem einzigen kleinen tragbaren Gerät kombiniert und es kam die Erweiterung um Internetkonnektivität hinzu.

2009 stellte Fitbit (inzwischen Teil des Google-Konzerns) seinen ersten gleich­namigen Activity Tracker vor. Das Gerät sammelte Daten über Schlafverhalten, Bewegung und Kalorienverbrauch und synchronisierte diese Daten anschließend mit dem PC. Vor allem nach der Einführung der bekanntesten Smartwatch, der Apple Watch, im Jahr 2014 sind die „Wearables“ mit diesen Funktionen wie Pilze aus dem Boden geschossen.


Höhepunkt der Patente erreicht

Intelligente Armbanduhren ähneln sich. Die Hardware besteht vor allem aus einem Computer und einer Reihe von Sensoren, wie etwa einem Barometer, Beschleunigungs­messer, Gyroskop und Herzfrequenzmesser. Seit der Einführung der ersten Smartwatches wurden lediglich kleine technische Veränderungen vorgenommen. Nach einem starken Anstieg seit 2012 erreichte offensichtlich die Anzahl neu erteilter Patente („grants“) ab 2021 ein Plateau. Samsung, Fitbit und Seiko sind die drei Hersteller mit den meisten erteilten geistigen Eigentumsrechten. Apple steht überraschenderweise auf Platz 5.

Internet der Dinge und medizinische Anwendungen

Tragbare Technologie, beispielsweise eine Smartwatch, kann durch das Internet der Dinge immer besser mit anderen Geräten und Systemen verbunden werden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Patentanmeldungen sich zunehmend auf Software und computerimplementierte Erfindungen richten.

Erfindungen können in mehrerlei Hinsicht verwertbar sein. Dadurch können intelligente Armbanduhren detaillierte Rückkopplung zu Fitness und Gesundheit bieten und sind unter anderem in medizinischen Anwendungen einsetzbar. In naher Zukunft werden intelligente Geräte, die miteinander „kommunizieren“, wahrscheinlich auch den Blutdruck und Blutzucker­spiegel messen und analysieren. Vielleicht greift der Markt dieser Entwicklung derzeit bereits voraus, denn im Moment fallen die meisten Patente in die Kategorie „medizinische Technologie“.

I(S)Watch?

Ein interessantes Detail ist, dass Apple seine Smartwatch im Jahr 2014 gerne iWatch genannt hätte. Dieser Plan wurde von der Uhrenmarke Swatch vereitelt, da der Name zu viel Ähnlichkeit mit dem Produktnamen iSwatch aufwies, den Swatch bereits registriert hatte. Das ist der Grund, weshalb die Smartwatch von Apple jetzt den Namen AppleWatch trägt.

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  • Europäischer und Deutscher Patent- und Markenanwalt
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